Bergahorn und atypische Weidemyopathie

Bergahorn und atypische Weidemyopathie

Bergahorn und atypische Weidemyopathie

Bergahorn und atypische WeidemyopathieAktuell liest und hört man viele Warnungen zu den Themen Bergahorn und atypische Weidemyopathie. Es handelt sich hierbei um eine schnell fortschreitende, gravierende Erkrankung mit einer Mortalität von 75-90%. Ausgelöst wird die Aminosäure Hypoglycin A,welche lebensnotwendige Enzyme im Pferdeorganismus hemmt und im Körper zu einem Fettstoffwechselgift metabolisiert. Verschiedene Muskeln des Pferdes werden nicht mehr mit Energie versorgt, auch die Atem- und Herzmuskulatur ist betroffen. Bereits nach 12-48 Stunden beginnen die Symptome:

  • braun bis dunkelbrauner Urin
  • erhöhte Herzfrequenz
  • schwitzen
  • Muskelschwäche- und steifheit
  • Muskelzittern
  • Apathie
  • Koliksymptome
  • taumelnder Gang
  • eventuell festliegen

Ursachen kennen und Symptome behandeln

Bis auf den gefärbten Urin zeigen nicht alle Pferde diese Symptome. Egal, welche Symptome Sie bei ihrem Pferd feststellen: Bitte beanachrichtigen Sie schnellstmöglich ihren Tierarzt und holen Sie vorsorglich die anderen Pferde von der Weide, bis die Diagnose fest steht. Die Krankheit selbst kann nicht behandelt werden, allerdings die Symptome. Ein ausgewogenes Mineralfuttermittel soll sich auch positiv auswirken. Eine Heilung ist nicht selten möglich.

Bei einer solch gravierenden Erkrankung ist es um so wichtiger, die Ursache zu kennen und entsprechend zu handeln.

Der Bergahorn ist ein sommergrüner, tiefwurzelnder Laubbaum, welcher in Mitteleuropa stark vertreten ist. Hier finden Sie eine gute Übersicht, an welchen Merkmalen sich der Bergahorn von den beiden anderen Ahornarten, dem Feldahorn und dem Spitzahorn, unterscheiden lassen.

Sollten am Rand oder auf der Weide Bergahorne stehen, sollten diese großflächig umzäunt werden, da sowohl die Samen („Ahornnasen“) im Herbst, als auch die Keimlinge im Frühling Bergahorn und atypische WeidemyopathieHypoglycin A enthalten. Die Samen, Keimlinge und abgefallene Laubblätter sollten Sie täglich von der Weide entfernen. Eine Überweidung der Flächen sollte auf jeden Fall verhindert werden. Je weniger Gras noch zu finden ist, desto eher kommen die Pferdemäuler an Samen und Keimlinge des Bergahorns. Sollte das Gras schon zu weit abgeweidet sein, füttern Sie unbedingt Heu zu, welches weit weg von den Bäumen verfüttert werden sollte.  Lassen Sie Ihre Pferde maximal 6 Stunden auf eine Weide – das wirkt sich auch positiv auf die Grasnarbe aus. Die Nacht sollten die Pferde besser im Stall verbringen. Sollte ein Pferd auf einer Weide erkrankt sein, sollte diese Weide langfristig gesperrt werden.

 

 

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